Prävention und Elternarbeit

Die Elternarbeit ist ein entscheidender Faktor, um Kinder effektiv gegen Gewalt zu schützen. Interessierten Eltern werden in Kindergärten und Schulen, für Vereine, Kirchen und an weiteren Institutionen kostenfreie Informationsabende angeboten und hierbei Möglichkeiten erörtert, wie Eltern selbst ihrem Kind zu einem selbstsicheren und selbstbewussten Auftreten verhelfen können.

Inhalt des Elterninformationsabends:

  • Informationen zum Täter-/Opferprofil
  • Wie spreche ich mit meinem Kind über das Thema?
  • Was kann ich tun, um mein Kind zu schützen?
  • Präventive Erziehung bietet die besten Schutzmöglichkeiten. Wichtige Erziehungsgrundregeln zum Aufbau von Selbstbewusstsein.
  • Mögliche Anzeichen, dass (sexueller) Missbrauch vorliegt.
  • Vorstellung des Kurskonzeptes und der Übungsaufgaben, die gemeinsam mit den Eltern bis zum jeweils nächsten Kurstag gemacht werden.

Ein Kurs kann vorbeugende Erziehung immer nur ergänzen, jedoch nicht ersetzen!
Die Kurse für Kinder sind besonders erfolgreich, wenn parallel zu den Kursen eine präventive Erziehung im Elternhaus stattfindet. Gemeinsam kann hier viel mehr erreicht werden, als einer alleine.

Deshalb ist für Eltern, die ihr Kind zum Kurs anmelden möchten, der Besuch am kostenlosen Elterninformationsseminar eine unbedingte Voraussetzung. Hierbei werden sie nicht nur über die typischen Merkmale des Täter-/Opferprofils informiert, sondern auch über zahlreiche präventive Möglichkeiten, „Was kann ich tun, um mein Kind zu schützen?“ ist ein wesentliches Thema des Abends. Ich stelle entsprechende Erziehungsgrundregeln vor. Dies fängt bereits damit an, dass Kindern von klein auf zugestanden werden muss, „Nein“ sagen zu dürfen. Am Beispiel täglich vorkommender Situationen erörtere ich gemeinsam mit den Eltern, wo Erwachsene ein „Nein“ akzeptieren sollten und wo nicht. Schließlich soll das „Nein sagen dürfen“ nicht in Zeiten der antiautoritären Erziehung zurückführen.

Darüber hinaus informiere ich die Eltern ausführlich über das Kurs-Konzept und dessen psychologischen und pädagogischen Hintergründe. Anschließend werden Fragen aus der Elternschaft erörtert. Erst nach diesem Seminar entscheiden die Eltern, ob sie ihr Kind zum Kurs anmelden möchten. Der Besuch des Seminars ist ohne Verpflichtung.